AZ Fotografien

Andreas Züst (1947–2000) war Fotograf, Maler, Kunstsammler, Nachtschwärmer, Verleger, Filmproduzent, Bibliomane, Naturwissenschaftler und Mäzen. Schon ab den frühen 1970er-Jahren dokumentierte er mit seiner Kamera die Kunst- und Kulturszene in Zürich und ihre weitreichenden Verbindungen. Dabei kümmerte er sich nie um Grenzen zwischen Sub- und Populärkultur. Mit demselben Gestus war er später auch als Sammler und Verleger von (Kunst-)Büchern tätig.

Zum Zeitpunkt seines Todes umfasste sein Nachlass eine fast unüberschaubare Menge eigener Arbeiten, eine Sammlung von ungefähr 1’500 Kunstwerken, eine Privatbibliothek mit rund 10’400 Büchern sowie Zehntausende von Tonträgern (Vinyl, aber auch Kassetten und CDs). In seinem Haus am Bachtel fand sich zudem eine Polarsammlung – die Hauptpassion seiner letzten Lebensjahre. Sie umfasste seltene handschriftliche Aufzeichnungen, aber auch Walfischknorpel und Eisbärfiguren aus Plastik. Daneben beherbergte das Haus zahlreiche weitere kleinere Sammlungen: Zeitschriften («Spiegel», «China im Bild», «Billboard»), Cowboy-Stiefel, Nazi-Kitsch und Meteoriten diverser Grössen.

Heute sind die Tonträger- und diversen Kleinstsammlungen aufgelöst. Die Polarsammlung wurde 2002 versteigert. Die Kunstsammlung ging 2004 als Dauerleihgabe an das Aargauer Kunsthaus über, die Bibliothek Andreas Züst ist seit 2010 im Alpenhof auf dem St.Anton, Oberegg/AI, öffentlich zugänglich. Der künstlerische Nachlass wird seit 2000 von seiner Tochter Mara Züst betreut. Neben regelmässigen Ausstellungen sind diverse Publikationen zu seinem Schaffen erschienen.

Diese Webseite soll eine Übersicht über die unterschiedlichen Wirkungs- und Sammlungsbereiche von Andreas Züst ermöglichen und umfassende Teile dieses ausufernden Werkes einsehbar machen.

Residency Bibliothek Andreas Züst
Die Bibliothek Andreas Züst schreibt für November 2017 erneut drei Atelierstipendien aus. Bewerben können sich in- und ausländische Kulturschaffende (Einzelpersonen oder Arbeitsteams von max. 4 Personen) aller Sparten. Bewerbungen werden bis zum 31. Mai entgegengenommen. Detaillierte Informationen zum Atelierstipendium und zum Bewerbungsverfahren finden sich unter Bibliothek Andreas Züst.

Buch «Menschen Tiere Abenteuer»
Neu erschienen ist «Menschen Tiere Abenteuer» von Andreas Züst bei der Edition Patrick Frey, herausgegeben von Mara Züst und gestaltet vom Büro 146. Das Buch zeigt etwa 350 meist unveröffentlichte Fotografien aus den späten 1970er bis frühen 1980er Jahren aus dem Archiv Andreas Züst.

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